Cluster Hosting vs. Server Hosting

Hosting von Servern

In unserem Unternehmen stellen die Kunden zunehmend die Anforderung, ein skalierbares und möglichst ausfallsicheres Hosting zu betreiben. Hier bietet sich neben reinem Cloud Hosting der Umzug eines Server Hostings zu einem Cluster Hosting an. Der Fokus liegt hierin auf der dauerhaften Netzwerkverbindung und der Speicherung wichtiger Daten. Das Hosting auf einem Cluster garantiert somit eine hohe Verfügbarkeit des Servers und ebenso seine optimale Auslastung.

Professionelles Cluster Hosting

Ein Cluster beschreibt eine Anzahl von mindestens 2 Computern, die über Software und Netzwerk miteinander vernetzt sind. Jeder einzelne Computer wird auch Knoten genannt und daher von außen wie ein großer Computer gesehen, dessen Aufgaben auf die Knoten verteilt werden. Ein Cluster, der aus Knoten besteht, ist beliebig erweiterbar. Indem man dem Cluster einen neuen Computer hinzufügt, vergrößert sich sein Radius. Dabei wird die Verfügbarkeit nicht unterbrochen.

Cluster Hosting passt sich dem Traffic an

Vorteile eines Cluster Hostings sind, das Hinzufügen oder Entfernen von Leistung, wenn man sie spontan anpassen muss. Sobald der Cluster eine erhöhte Leistung benötigt, kann er diese erhöhen. Dieser Vorgang geschieht i.d.R. automatisch. Manuelle Anpassungen sind bei manchen Hostern zudem über die Benutzeroberfläche möglich.

Vorteile des Cluster Hostings am Beispiel des Black Fridays

Besonders hilfreich ist es vor allem wenn bei Verkaufsaktionen wie dem Black Friday, die Besucherzahlen eines Onlineshops für kurze Zeit rapide ansteigen. Der Kunde zahlt für die erhöhte Leistung nur so lange, wie er sie tatsächlich in Anspruch nimmt. Die Leistung verringert sich sofort, wenn man sie nicht mehr benötigt. Und das ohne Neustart des Servers! Kurzum, je weniger Leistung der Server benötigt, um so weniger Kosten fallen an.

Ausfallsicherheit

Ein weiterer Vorteil ist die Ausfallsicherheit beim Cluster Hosting. Wenn auf einem Knoten ein Fehler auftritt, werden die laufenden Dienste auf einen anderen Knoten migriert und die Ausfallzeit somit minimiert.
Beim traditionellen Server Hosting ändert man hier die Hardware des vorhandenen Servers oder muss Anpassungen an der virtuellen Maschine vornehmen. Dies erfordert zusätzlichen Aufwand und ist somit teurer als die Erweiterung des Clusters. Da hier Kosten für Arbeitszeit und Hardware anfallen.

Neue Cookie-Anforderungen mit shopware umsetzbar

Die EU Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) ist seit 2018 umgesetzt. Bis Ende 2019 sollte die ePrivacy Verordnung (ePVO) die sich hauptsächlich mit dem Thema „Cookie“ befasst durch das Europäische Parlament verabschiedet sein. Dieses hat Umsetzung im Dezember 2019 jedoch mehrheitlich abgelehnt. Shopware reagiert mit Version 5.6.3 auch auf die anstehende ePVO.

Trotzdem müssen die Betreiber von Websites und Webshops grundsätzlich auf verschiedene Punkte achten:

  • Alle Cookies und Tracking-Technologien von Drittanbietern sind stets auf dem neuesten Stand.
  • Die Benutzer erteilen vor der Datenverarbeitung ihre Erlaubnis.
  • Die Protokollierung der Cookie-Einwilligungen ist sichergestellt.
  • Die Website / der Webshop bietet die Möglichkeit, den Einwilligungsstatus zu widerrufen oder zu ändern.
  • Es ist klar erkennbar, welche Daten an Dritte weitergegeben werden und an wen diese Daten gesendet werden.

Die Verwendung der einzelnen Cookie-Arten muss einzeln bestätigt werden

Ein wichtiger Aspekt ist, dass ein einfacher Hinweis auf die Verwendung von Cookies auf der Website / dem Webshop nicht mehr ausreicht. Der Besucher muss die Verwendung der verschiedenen Cookie-Arten unabhängig voneinander bestätigen. Folgende verschiedene Arten von Cookies gibt es hierbei:

  • Notwendige Cookies, die für das Ausführen der spezifischen Funktionen einer Webseite notwendig sind (z.B. die Navigation)
  • Leistungs-, Perfomance- oder Statistik-Cookies, die Informationen über das Verhalten der Nutzer auf der Seite sammeln
  • Funktions- oder Präferenz-Cookies, die nicht unbedingt notwendig sind, aber die „Usability“ einer Website / eines Webshops erhöhen (bspw. Speicherung der bevorzugten Sprache)
  • Marketing Cookies, die dazu da sind, den Nutzer zu seinem Verhalten passende Werbung von Drittanbietern einzublenden

Notwendige Cookies kann der Betreiber laut Gesetz auf dem Gerät der Anwenders speichern, da diese für den Betrieb dieser Seite unbedingt notwendig sind. Für alle anderen Cookie-Typen muss der Besucher eine Erlaubnis durch Zustimmung erteilen. Zudem müssen die von Anwendern einmal bestätigten Einstellungen jederzeit abänderbar sein. Dies kann durch eine eigene Seite erfolgen, auf der die Cookie-Richtlinien gesondert dargestellt sind.

Cookie-Einstellungen bei shopware nun konfigurierbar

shopware hat in der aktuellsten Version den „Cookie Consent Manager“ veröffentlicht (siehe Changelog: https://www.shopware.com/en/changelog-sw5/#5-6-3). Dieser erlaubt die Cookie-Einstellungen nun entsprechend der verschiedenen Teilbereiche zu speichern. Die untenstehende Grafik zeigt, welche Cookies der Anwender aktivieren oder deaktivieren kann. Die Cookie-Einstellungen lassen sich jederzeit wieder über die Cookie-Einstellungen Option ändern. Diese befinden sich im Standard Responsive Theme im Bereich Service/Hilfe bzw. im Footer im Bereich Informationen.

Cookie Einstellungen in shopware

Shopware 6.1 – Neue Funktionalitäten

Shopware 6 Sales Channels

Seitdem wir auf dem Shopware-Partner-Tag am 31.01.2019 davon erfuhren, dass Shopware 6 noch in diesem Jahr erscheint, freuen wir uns auf das neue Produkt. Der API-First Ansatz und der Fokus auf IoT (Internet of Things) bilden den Grundstein für ein zukunftsfähiges Shopsystem. In einem früheren Blogbeitrag sind wir bereits auf diese Thematik eingegangen.

Early Access Version noch sehr rudimentär

Bisher ist für unsere Kunden Shopware 6 in der Early Access Version nicht vollumfänglich einsatzfähig, da grundlegende Funktionen, wie z.B. der Wartungsmodus, Steuerregeln, Bundles und Pseudopreise noch nicht implementiert sind. Ebenso stehen bei der Plugin-Entwicklung noch nicht alle Funktionen zur Verfügung. Beispiele hierfür sind z.B. ein fehlender Bildupload oder Color-Picker.

Die erste Early Access Version wurde am 17.07.2019 veröffentlicht und seitdem kontinuierlich erweitert und verbessert. Auch in unserem Haus fanden bereits umfassende Test mit der neuen Shopware Version statt und wir haben erste Plugins entwickelt.

Shopware 6.1 erscheint noch im Dezember 2019

Nun ist es endlich soweit und Shopware möchte noch im Dezember 2019 Version 6.1 veröffentlichen. Mit dieser Version wird sich das Produkt nicht mehr im „Early Access“ Status befinden. Ab dieser Version findet ein Wechsel in einen regulären Update Zyklus statt. Alle 6-8 Wochen kann die Community nun fest mit neuen Veröffentlichungen rechnen.

Mit der Veröffentlichung der neuen Version werden die meisten fehlenden Funktionen implementiert sein. Eine aktuelle Übersicht (Roadmap) über die Arbeiten an Funktionen kann auf der Herstellerseite eingesehen werden (Link: https://www.shopware.com/de/roadmap/).

Shopware 5 oder Shopware 6?

Unsere für Q1 und Q2 2020 geplanten Projekte werden noch zu einem größeren Anteil mit Shopware 5 umgesetzt. Bei jedem Projekt muss einzeln geprüft werden, ob es sich besser in Version 5 oder 6 umsetzen lässt. Vor allem die Verkaufskanäle aus Shopware 6 sind für unsere Kunden sehr interessant. Der Vorgänger punktet weiterhin durch die Ausgereiftheit und durch den sehr großen Pool erprobter Plugins.

Wichtig ist auch zu wissen, dass alle Lizenz-Modelle (Community, Professional und Enterprise) ab Version 6.1 am Markt vertreten sind.

Shops, die keine Plugins benötigen, die nur in Shopware 5 verfügbar sind, können ab Version 6.1 unserer Meinung nach problemlos auch in der neuen Version umgesetzt werden.

Die Roadmap von Shopware zeigt spannende Themen, die in den nächsten Releases folgen werden wie z.B. Cross-Selling, Steuerregeln, Statistiken, Händlerverwaltung und viele weitere. Wir freuen uns sehr darauf.

Headless Commerce mit Shopware 6 – Die Basis für zukunftssichere Webshops

Aktuelle Studien prognostizieren bis 2022 rund 50 Milliarden internetfähige Endgeräte. Diese Entwicklung führt auch im E-Commerce zu nachhaltigen Veränderungen. Webshops müssen von allen Geräten aus erreichbar sein. Die User-Experience auf dem jeweiligen Endgerät steht über allem. Der Begriff Headless Commerce fasst diesen neuen Ansatz zusammen.

Headless Commerce mit Shopware 6

Traditionelle E-Commerce-Lösungen

Etablierte Versionen gängiger Shopsysteme sind konzeptionell stark optimiert für klassische Desktop- und Laptop-Computer. Anfangs wurden sogar separate Lösungen für mobile Endgeräte entwickelt. Erst mit dem Aufkommen von Responsive Design folgten Lösungen die sowohl mobile Endgeräte als auch Desktops und Laptops bedienten. Überdies stellten Shops immer häufiger den zentralen Ort für die Ansteuerung weiterer Verkaufskanäle dar. Es entwickelten sich am Markt Standardlösungen für die Anbindung der Verkaufskanäle. Während die separaten mobilen Webseiten sehr schnell ersetzt wurden, halten sich die Tools zum Ansteuern der verschiedenen Kanäle bis heute. Aufgrund der Architektur der traditionellen Shopsysteme sind Tools von Drittanbietern zu einem dauerhaften Begleiter dieser Systeme geworden.

Headless Commerce – Die Zukunft

Headless Commerce beschreibt den Ansatz um auf die oben skizzierte Entwicklung am Markt zu reagieren. Da heute noch nicht bekannt ist, welche Geräte in Zukunft Bestellungen in Webshops auslösen werden, muss das technische Fundament sehr flexibel auf Entwicklungen am Markt reagieren können. Ob Computer, Notebooks und Handys auf Dauer die Geräte sind, die für den Großteil der Bestellungen verantwortlich sind, ist fraglich. Mit dem Internet der Dinge (engl. Internet of things = IoT) wird sich ein Wandel vollziehen. Man muss kein Visionär sein um folgende Beispiele für realistische Zukunftsszenarien zu halten:

  • Die Waschmaschine mit Tank bestellt automatisch neues Waschmittel, wenn ein definierter Bestand unterschritten wird
  • Die Kaffeemaschine bestellt neue Bohnen
  • Der Kühlschrank bestellt Lebensmittel nach
  • Die Heizung fordert bei Fehlern oder in Intervallen Service an
  • Der intelligente Schrank im Badezimmer bestellt Pflegeprodukte nach

Mit ein wenig Kreativität lässt sich diese Liste schnell erweitern. Da die aktuelle Technologie der Webshops nie für solch ein Szenario gedacht war, ist mit Headless Commerce ein Ansatz entstanden, der den Anforderungen von IoT gerecht wird.

Frontend und Backend müssen klar getrennt sein und vor allem das Frontend muss über eine Schnittstelle (API) ansprechbar sein. Da die komplette Funktionalität des Systems ansprechbar sein muss, funktioniert der eigentliche Kern des Shops ohne ein „Gesicht nach außen“. Hierher rührt auch die englische Bezeichnung „Headless“. Das Einkaufserlebnis in dem jeweiligen Kanal muss über allem stehen und für den Kunden des Shops perfekt sein.

Implementierung in Shopware 6

In Shopware 6 wird der Ansatz des Headless Commerce in vollem Umfang realisiert. Erstens findet wie auch schon beim Vorgänger eine klare Trennung zwischen Backend und Frontend statt. Zweitens ist mittels des Ansatzes „API first“ für Backend, Frontend und Addons ein zentraler Kern von Headless Commerce erfüllt. Somit ist Shopware 6 bereit für eine Zukunft in der IoT und intelligente Geräte eine zentrale Rolle spielen werden. Ungeachtet des komplett neuen Ansatzes bringt solch eine Lösung noch weitere Vorteile mit sich. Es werden nämlich nur perfekt auf den Kunden und das Gerät abgestimmte Inhalte ausgespielt. Hierdurch sind die Lösungen sehr schnell und sehr individuell. Die aktuell bekannten Kanäle (Social Media und Verkaufsplattformen) stellen in Shopware 6 jeweils einen Kanal dar. Auch der Shop selbst ist nur einer von vielen möglichen Kanälen, da er selbst auch über API mit dem Kern kommuniziert.